Innovative Sensoren Technologie – Intelligenz, die misst.
Innovative Sensortechnologie zeigt ein beeindruckendes Wachstumspotenzial im KI-Sensormarkt, der voraussichtlich von rund 5 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 auf etwa 40 Mrd. US-Dollar bis 2030 ansteigen wird. Fünf renommierte Analysehäuser prognostizieren für diesen Markt jährliche Wachstumsraten zwischen 42% und 44%, was die revolutionäre Bedeutung dieser Technologie unterstreicht.
Die Innovative Sensor Technology IST AG hat sich als Spezialist für die Entwicklung und Herstellung verschiedener Sensortypen etabliert. Das Unternehmen konzentriert sich insbesondere auf Temperatursensoren, thermische Massendurchflusssensoren, Feuchtesensoren, Leitfähigkeitssensoren und Biosensoren. Die IST-Sensoren zeichnen sich durch ihre aussergewöhnliche Genauigkeit und Beständigkeit unter verschiedenen Messbedingungen aus. In der Branche wurde 2024 bereits der bemerkenswerte Meilenstein von einer Milliarde ausgelieferter MEMS-Sensoren mit integrierter Software und Mikrocontrollern überschritten.
In diesem Artikel untersuchen wir die Entwicklung der Sensortechnologie, die zunehmend durch Miniaturisierung geprägt ist, und wie die IST AG mit ihren innovativen Lösungen die Industrie von morgen gestaltet. Wir betrachten die vielfältigen Anwendungsbereiche, die Integration von künstlicher Intelligenz und die Zukunftsperspektiven dieser faszinierenden Technologie.
Miniaturisierte Hochpräzisionssensoren aus der Schweiz
Die Miniaturisierung steht im Zentrum der Schweizer Sensorbranche und eröffnet neue Anwendungsfelder. Besonders die Innovative Sensor Technology IST AG treibt diese Entwicklung aktiv voran und stellt Sensoren her, die trotz kompakter Bauweise höchste Leistungsansprüche erfüllen.
RTD-Sensoren unter 2 mm mit PT100-Technologie
Die kleinsten RTD-Sensoren (Resistance Temperature Detectors) der IST AG stehen in Sachen Präzision und Zuverlässigkeit ihren grösseren Gegenstücken in nichts nach. Diese winzigen Temperatursensoren mit Durchmessern unter 2 mm sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich: als SMD- oder Flip-Chip-Varianten, blank oder mit Stahlgehäuse sowie mit Kupfer- oder Silberdrähten. Beeindruckend ist der Temperaturmessbereich der PT100-Chip-RTD-Sensoren, der von -50°C bis +500°C reicht.
Der Begriff “PT100” stammt daher, dass der Basiswiderstand bei 0°C exakt 100 Ohm beträgt. Diese Sensoren zeichnen sich durch ein lineares Widerstand-Temperatur-Verhältnis aus, wodurch sie besonders präzise Messungen ermöglichen. Platin ist dabei das bevorzugte Material für solche RTD-Sensoren, da es eine zuverlässige, wiederholbare und lineare Temperatur-Widerstands-Kennlinie aufweist.
Thermische IR-Strahler mit Nanostruktur-Emitter
Im Bereich der Infrarot-Technologie glänzt Infrasolid, ein Mitglied der IST-Familie, durch innovative thermische Infrarotstrahler. Diese basieren auf einer patentierten Nanotechnologie mit freistehenden, monolithischen Strahlungselementen. Die Strahlungselemente mit nanostrukturierter Emitteroberfläche bieten zahlreiche Vorteile und sorgen für eine breitbandige, hocheffiziente Infrarotstrahlung.
Dank des geringen Energieverbrauchs und hohen Wirkungsgrads eignen sich diese IR-Strahler ideal für tragbare, batteriebetriebene Anwendungen. Zudem ermöglichen die hervorragenden Eigenschaften und das hohe Miniaturisierungspotenzial kleinere, leistungsfähigere Materialanalyse- und Gasmessgeräte.
Ein weiterer Vorteil: Durch Anpassung der nanostrukturierten Oberfläche kann das Emissionsspektrum beeinflusst und auf spezifische Anwendungen zugeschnitten werden[53]. Dadurch lässt sich der Energieverbrauch reduzieren, indem auf die Erzeugung von Strahlung in nicht benötigten Wellenlängenbereichen verzichtet wird.
Darüber hinaus zeichnen sich alle Infrasolid-Strahler durch eine hohe Stabilität mit minimaler Drift bei konstantem Widerstand aus. Ihre Langzeitstabilität geht über 100.000 Betriebsstunden hinaus, was sie für anspruchsvolle Anwendungsfelder wie Gas-Sensorik, Umweltüberwachung oder Medizintechnik prädestiniert.
Mikroheizer mit Platin-Leiterbahnen für 1300°C
Die Mikroheizer der IST AG bilden eine weitere Säule im Miniaturisierungsportfolio. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo eine kleine, aber präzise Wärmequelle mit genauer Temperaturregelung benötigt wird. Ein wesentlicher Vorteil liegt in den verbauten Platin-Leiterbahnen, die durch ihr lineares Widerstandsverhalten gleichzeitig als Temperatursensor dienen können.
Diese hochentwickelten Komponenten erreichen beeindruckende Betriebstemperaturen von über 750°C bis zu 1100°C im Dauerbetrieb und kurzzeitig sogar bis zu 1300°C. Dadurch finden sie Anwendung in zahlreichen Branchen – von der Automobilindustrie über Laserfertigung und Befeuchtungsanlagen bis hin zu medizinischen Geräten und 3D-Druck[54].
Jeder Mikroheizer wird individuell auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung zugeschnitten und entwickelt. Sie dienen unter anderem als präzise Wärmequelle für Gas- und Feuchtigkeitssensoren, für Biopsie- oder Gewebeproben bei medizinischen Analysen oder kommen bei der Behandlung bösartiger Tumore zum Einsatz.
Anwendungsspezifische Sensorlösungen von IST AG
Die massgeschneiderten Sensorlösungen der Innovative Sensor Technology IST AG zeichnen sich durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit an branchenspezifische Anforderungen aus. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Entwicklung neuer Technologien arbeitet das Unternehmen eng mit Partnern, Universitäten und technischen Instituten zusammen, um bestehende Technologien kontinuierlich zu verbessern. Durch diese Kooperationen entstehen Sensoren, die in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz kommen – von der Medizintechnik über die Prozesssteuerung bis hin zur Luft- und Raumfahrt.
Feuchtesensoren für Ölüberwachung in Industrieanlagen
Für die kontinuierliche Überwachung industrieller Öle hat die IST AG einen speziellen Moisture-in-Oil-Sensor entwickelt. Dieses kompakte, digitale Feuchte- und Temperaturmodul misst den relativen Sättigungsgrad von Wasser in Ölen und Kraftstoffen. Im Gegensatz zur Messung des absoluten Wassergehalts in ppm bietet diese Methode einen entscheidenden Vorteil: Sie spiegelt stets die aktuelle Beschaffenheit und Leistungsfähigkeit des Öls wider.
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Fähigkeit des Öls, Wasser aufzunehmen, wodurch die Leistungsfähigkeit des Schmierstoffs abnimmt – was im schlimmsten Fall zu Maschinenausfällen und kostspieligen Reparaturen führen kann. Daher gewinnt die kontinuierliche Feuchteüberwachung besonders im Kontext vorbeugender Wartungsstrategien an Bedeutung. Der Sensor kommt in vielfältigen Anwendungsbereichen zum Einsatz:
- Mobilitätssektor: Schiffsmotoren und deren Getriebe, Nutzfahrzeuge, Transformatoren in Schienenfahrzeugen
- Energietechnik: Windräder und deren Generatoren
- Industrie: Grossvolumige Ölreservoirs in Bohr- und Papiermaschinen sowie kleinere Anlagen wie mobile Ölfiltrationseinheiten
Das robuste Einschraubgehäuse aus Edelstahl (1.4571) mit M14 x 1,5 mm Gewinde macht den Sensor ideal für industrielle Umgebungen. Er lässt sich durch seine universelle, digitale I2C-Schnittstelle leicht in verschiedene Mess- und Überwachungssysteme integrieren. Beeindruckend sind ausserdem die technischen Spezifikationen: Betriebsbereiche von 0 bis 100% RH bei Temperaturen von -40 bis +120°C, eine Reproduzierbarkeit von ±0,2% RH und ±0,1°C sowie eine Genauigkeit von ±3% RH und ±0,2°C.
Leitfähigkeitssensoren mit Pt1000 für Fermentation
In der Biotechnologie setzt IST AG auf keramikbasierte Leitfähigkeitssensoren für Fermentationsprozesse. Die Besonderheit dieser Sensoren liegt in den integrierten Platin-Widerstandsthermometern (Pt1000, IEC 60751 F0.3), die eine präzise Temperaturkompensation direkt am Messpunkt ermöglichen. Diese Sensoren bestehen üblicherweise aus jeweils zwei Strom- und Messelektroden und können spezifisch an die Anforderungen der jeweiligen Anwendung angepasst werden.
Für biopharmazeutische Anwendungen werden zusätzlich fortschrittliche Sensoren eingesetzt, die beispielsweise den Kohlenstoffdioxidgehalt in Zellkulturen messen können. Diese In-situ-Messungen ermöglichen ein sofortiges Reagieren auf Veränderungen und maximieren dadurch die Produktivität von Bioreaktoren. Darüber hinaus sorgt die Kombination aus Leitfähigkeits- und Temperaturmessung für eine optimale Prozessüberwachung und -kontrolle.
Platin-Temperatursensoren mit ESCC-Zertifizierung für Raumfahrt
Ein besonderes Highlight im Portfolio der IST AG sind die ESCC-zertifizierten Platin-Temperatursensoren für die Raumfahrt. Seit Februar 2018 verfügt IST AG als einziger Anbieter über die ESCC-Qualifizierung (European Space Components Coordination) der Europäischen Weltraumorganisation für Dünnfilm-Platin-Temperatursensoren. Diese Zertifizierung standardisiert die Sensoren für den Einsatz im All, wodurch sie für alle Raumfahrtmissionen genutzt werden können.
Die Raumfahrtgeschichte der IST AG begann bereits Mitte der 1990er Jahre mit dem Rosetta-Projekt, einer Raumsonde, deren Lander 2014 nach mehr als zehn Jahren im Weltraum auf dem Zielkometen ankam. Während herkömmliche drahtgewickelte Sensoren unter den extremen Bedingungen im All schnell versagen können, bieten die Dünnfilm-Sensoren der IST AG eine aussergewöhnliche Stabilität. Sie liefern zuverlässige Messergebnisse bei bis zu 70.000 Zyklen von -200°C bis +200°C und erweisen sich als äusserst driftstabil.
Weitere Vorteile dieser Spezial-Sensoren sind ihre kompakte Bauweise (2,3 x 2,0 x 1,3 mm), das geringe Gewicht und die hohe Robustheit durch das Fehlen beweglicher Teile. Sie sind mit verschiedenen Widerständen von Pt100 bis Pt2000 erhältlich und können sowohl als Engineering Model (EM) als auch als Flight Model (FM) bezogen werden. Als Folge der steigenden Nachfrage nach Sensoren mit Drahtverlängerungen hat die IST AG inzwischen auch die ESCC-Zertifizierung für sogenannte “Pigtails” erhalten, was den Ingenieuren ein einfach zu implementierendes und zuverlässiges Produkt bietet.
Intelligente Sensorik durch KI-Integration
Die Integration von KI direkt in Sensorik markiert einen Wendepunkt in der industriellen Messtechnik. Durch diese Verbindung entstehen intelligente Systeme, die Sensordaten selbstständig interpretieren und spezifische Reaktionen ausführen können, ohne dass der Nutzer eingreifen muss.

Edge-KI in Vision-Systemen von Bosch und Sick
Bosch setzt verstärkt auf Edge-KI – eine Technologie, bei der die Datenverarbeitung direkt im Sensor stattfindet und keine ständige Cloud-Anbindung erfordert. Diese Methode bietet entscheidende Vorteile:
- Höhere Datensicherheit durch lokale Verarbeitung
- Deutlich reduzierte Latenzzeiten
- Geringerer Energieverbrauch
- Echtzeit-Feedback für schnellere Entscheidungen
Ebenso bringt Sick mit dem Inspector83x einen KI-gesteuerten 2D-Vision-Sensor auf den Markt. Dank integrierter Edge-Learning-Funktionen kann dieser ohne komplexe Programmierung von unerfahrenen Bedienern trainiert werden – sie müssen lediglich Bilder von geeigneten Mustern sammeln und den Sensor mit den geräteeigenen KI-Tools anlernen. Dies macht maschinelle Bildverarbeitung wesentlich zugänglicher und flexibler bei Produktdesignänderungen.
ISPU-Chips von STMicroelectronics mit integriertem DSP
STMicroelectronics revolutioniert den Sensormarkt mit seinem Intelligent Sensor Processing Unit (ISPU), der einen hochspezialisierten Digital Signal Processor (DSP) und MEMS-Sensor auf einem einzigen Siliziumchip vereint. Dieser Ansatz reduziert den Stromverbrauch um bis zu 80% gegenüber herkömmlichen System-in-Package-Lösungen. Der proprietäre DSP ist für verschiedene Anwendungen optimiert:
Der ISPU-Chip kann in C programmiert werden und unterstützt neuronale Netze mit unterschiedlicher Präzision – von vollständiger bis hin zu Single-Bit-Präzision. Dies ermöglicht überlegene Genauigkeit bei Aktivitätserkennung und Anomalieerkennung durch Analyse von Inertialdaten.
Inline-Qualitätskontrolle mit hybriden ML-Algorithmen
Fraunhofer setzt auf innovative Hybridsysteme für die Inline-Qualitätskontrolle, die klassische Bildverarbeitung mit maschinellem Lernen kombinieren. Diese Lösung eignet sich besonders für vielfältige Produktportfolios mit geringer Fehlerrate. Ein solcher Ansatz ermöglicht “Zero-Shot”-Verhalten – trainierte neuronale Modelle können ohne Nachtrainieren komplexe, erklärbare Zustandsmodelle rekonstruieren.
Predictive Maintenance mit Echtzeit-Auswertung
Vorausschauende Wartung profitiert erheblich von der KI-Integration in Sensoren. Moderne Predictive-Maintenance-Systeme kombinieren statistische Analyse mit maschinellem Lernen und Deep Learning – oft in Verbindung mit physikalischen Modellen. Besonders effektiv ist die Kombination aus virtueller Sensorik und KI, beispielsweise durch Motorstromanalyse (MCSA).
Mit dieser Technologie können Unternehmen elektrische und mechanische Ausfälle bis zu 30% früher und 25% genauer vorhersagen als mit herkömmlichen Überwachungssystemen. Die kontinuierliche digitale Datenerfassung macht zeitaufwändige manuelle Erhebungen überflüssig und sorgt für geringere Fehleranfälligkeit bei der Zustandsüberwachung kritischer Komponenten.
Zukunftsperspektiven und Markttrends bis 2030
Aktuelle Marktanalysen zeigen ein enormes Wachstumspotential für Sensortechnologie bis 2030. Insbesondere die Verbindung von Sensorik mit künstlicher Intelligenz wird dabei eine Schlüsselrolle spielen und neue Geschäftsmodelle für Unternehmen wie die Innovative Sensor Technology IST AG erschliessen.
Wachstum des KI-Sensormarkts auf 40 Mrd. USD
Der weltweite KI-Sensormarkt wurde 2024 mit einem beeindruckenden Volumen von 139,7 Millionen Einheiten auf 4,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2030 prognostizieren Experten ein Wachstum auf rund 39,3 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung um das Achtfache innerhalb von nur sechs Jahren. Parallel dazu wächst der gesamte elektronische Sensormarkt von 23,7 Milliarden US-Dollar (2024) auf voraussichtlich 41,2 Milliarden US-Dollar bis 2032. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 6,65 Prozent.
Mehrere Faktoren treiben diese Entwicklung voran: die fortschreitende Digitalisierung von Maschinen und Anlagen, IoT-gestützte Produktionsprozesse und die zunehmende Integration von Sensorik in Fahrzeugen, Wearables und vernetzten Geräten. Patentanmeldungen im Bereich KI verdoppeln sich dabei alle 1,3 Jahre, was die Innovationsdynamik in diesem Sektor verdeutlicht. Mehr dazu unter: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/automation/studie-sensor-trends-2030-rueckt-unsichtbares-in-den-fokus/
Modularer Aufbau mit Edge-KI-Standardsensoren
Zukünftig werden modulare Sensorsysteme mit dezentraler Datenverarbeitung den Markt dominieren. Neu gestartete interdisziplinäre Forschungsprojekte entwickeln technologische Ansätze zur effektiveren Einbindung künstlicher Intelligenz an den Kanten von IT-Netzwerken, den sogenannten “Edges”. Diese Entwicklungen sind besonders für Anwendungen in der Industrieelektronik, Medizintechnik und Umweltüberwachung relevant.
Ein zentraler Vorteil: Die komplexen Berechnungen finden direkt am Entstehungsort der Daten statt – unmittelbar am Sensor selbst. Im Gegensatz zu zentralen Cloud-Computing-Lösungen verbessert diese dezentrale Datenverarbeitung nicht nur den Datenschutz, sondern ermöglicht auch die Echtzeitfähigkeit der Systeme. Dadurch lassen sich Datenlecks vermeiden und Angriffsmöglichkeiten für unbefugte Dritte minimieren.
Gleichzeitig adressieren diese Projekte wesentliche Faktoren für die Marktakzeptanz: Entwicklung von Technologien für die Systemintegration, Kostensenkung, Zuverlässigkeitssteigerung und höherer Miniaturisierungsgrad.
Exportquote der Schweizer Sensorik bei 56%
Die Schweiz positioniert sich erfolgreich als führender Innovationsstandort für hochpräzise Sensorik. Trotz globaler wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt die Exportquote der Schweizer Sensorbranche mit 56% auf einem beständig hohen Niveau. Unternehmen wie die Innovative Sensor Technology IST AG tragen massgeblich zu dieser Erfolgsgeschichte bei.
Über die kommenden Jahre werden sechs Branchen besonders stark von den Fortschritten in der Sensortechnik profitieren: die Automobilindustrie, die Medizintechnik, die Umweltüberwachung, die Energiebranche und vor allem Industrie 4.0 mit ihrer Fertigung und Robotik. In der Automobilbranche sind autonome Fahrfunktionen, Fahrsicherheitssysteme und Qualitätskontrolle ohne hochpräzise, intelligente Sensoren undenkbar. Auch in der Medizintechnik, der Umweltüberwachung und der Energiebranche werden intelligente Sensoren zunehmend wichtige Rollen spielen.
Datensicherheit und Systemarchitektur vernetzter Sensoren
Mit der rasant zunehmenden Vernetzung von Sensoren in unserer digitalen Infrastruktur ergeben sich neue Herausforderungen für die Datensicherheit. Vernetzte Geräte werden zu massiven Datenzentren, die sensible Informationen erfassen und übertragen. Die Sicherheitsarchitektur dieser Systeme erfordert daher besondere Aufmerksamkeit, da jede Schwachstelle schwerwiegende Folgen haben kann.
Sensoren als potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe
Sensoren gelten als eines der gefährlichsten Einfallstore für Hacker-Angriffe. Im Gegensatz zu Steuerungskomponenten, die häufig durch umfangreiche Sicherheitsmassnahmen geschützt sind, werden Sensoren oft stiefmütterlich behandelt, obwohl sie ebenso vernetzt sind. Diese Problematik verstärkt sich besonders in vernetzten Umgebungen, wo Angreifer von einem ungeschützten Sensor aus in andere Bereiche eindringen können.
Mögliche Auswirkungen sind vielfältig:
- Datendiebstahl oder -manipulation
- Störung von Produktionsprozessen
- Beeinträchtigung der Anlagensicherheit
- Im schlimmsten Fall sogar Gefährdung der körperlichen Unversehrtheit
Verschlüsselung und Gateway-Architektur als Schutzmechanismen
Als wirksamer Schutz gegen diese Bedrohungen empfehlen Experten mehrschichtige Sicherheitskonzepte. Grundlegend sollte für IoT-Geräte ein eigenes Netzwerksegment eingerichtet werden, das keinen direkten Zugriff auf interne Netze ermöglicht. Zudem helfen folgende Massnahmen, das Risiko zu minimieren:
Die Kommunikation zwischen Sensoren und zentralen Servern muss abhörsicher sein. Dafür sollten ausschliesslich geschützte Verbindungsprotokolle wie SSH oder HTTPS verwendet werden, niemals jedoch Klartext-Protokolle wie Telnet oder HTTP. Ausserdem ist die Deaktivierung der UPnP-Funktion des Routers ratsam.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Gateway-Architektur, die als Vermittler zwischen Sensornetzwerken und externen Systemen fungiert. KNX Secure beispielsweise bietet Technologien zum sicheren Betrieb von Systemen und zur optimalen Vernetzung mit IP-Netzwerken.
Transparenz und Selbstbestimmung als Sicherheitsprinzipien
Neben technischen Schutzmassnahmen sind Transparenz und Selbstbestimmung zentrale Prinzipien moderner Sensorarchitekturen. Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Sensoren muss nachvollziehbar sein und die betroffenen Personen müssen Kontrolle über ihre Daten behalten können.
“Security by Design” ist ein weiterer fundamentaler Ansatz – Sicherheitsaspekte müssen bereits bei der Entwicklung von Sensorlösungen berücksichtigt werden, nicht erst nachträglich. Daher achtet auch die Innovative Sensor Technology IST AG darauf, dass ihre fortschrittlichen Sensorlösungen den hohen Anforderungen moderner Sicherheitsstandards entsprechen.

Schlussfolgerung
Zusammenfassend zeigt sich deutlich, dass die Sensortechnologie eine entscheidende Rolle in der industriellen Zukunft spielen wird. Die beeindruckende Wachstumsprognose des KI-Sensormarktes auf 40 Milliarden US-Dollar bis 2030 unterstreicht diese Bedeutung nachdrücklich. Unternehmen wie die Innovative Sensor Technology IST AG haben sich durch ihre hochpräzisen, miniaturisierten Sensoren als wichtige Akteure in diesem Markt etabliert.
Die fortschreitende Miniaturisierung ermöglicht dabei völlig neue Anwendungsfelder. PT100-Sensoren mit Durchmessern unter 2 mm, thermische IR-Strahler mit Nanostruktur-Emittern und Mikroheizer mit Temperaturen bis zu 1300°C repräsentieren den aktuellen Stand dieser Entwicklung. Besonders bemerkenswert erscheint die Vielseitigkeit dieser Technologien – von der Ölüberwachung in Industrieanlagen über Fermentationsprozesse in der Biotechnologie bis hin zu ESCC-zertifizierten Temperatursensoren für die Raumfahrt.
Zweifellos wird die Integration von künstlicher Intelligenz die Sensortechnologie weiter revolutionieren. Edge-KI, wie sie von Bosch und Sick eingesetzt wird, sowie ISPU-Chips von STMicroelectronics bieten entscheidende Vorteile: schnellere Reaktionszeiten, höhere Datensicherheit und geringerer Energieverbrauch. Dadurch eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für Inline-Qualitätskontrollen und vorausschauende Wartung.
Allerdings stellt die zunehmende Vernetzung von Sensoren auch neue Anforderungen an die Datensicherheit. Da Sensoren potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe darstellen, gewinnen Verschlüsselung, Gateway-Architekturen sowie die Prinzipien von Transparenz und Selbstbestimmung zunehmend an Bedeutung.
Angesichts dieser Entwicklungen dürfen wir gespannt sein, welche innovativen Anwendungen die Sensortechnologie in Zukunft ermöglichen wird. Die Schweizer Sensorikbranche mit ihrer hohen Exportquote von 56% wird dabei unquestionably eine Schlüsselrolle spielen. Letztendlich werden Branchen wie Automobilindustrie, Medizintechnik, Umweltüberwachung und insbesondere Industrie 4.0 von diesen technologischen Fortschritten erheblich profitieren und unsere Welt noch intelligenter, effizienter und sicherer machen.